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Sichere
Belege für die Besiedelung Schnaitheims liegen seit der
Bronzezeit (1500–1300 v. Chr.) in den Tannen- und
Seewiesen vor. Das Fundmaterial lässt eine lange
Siedlungsplatzkontinuität über die Urnenfelder-,
Hallstatt- und Römerzeit bis ins merowingerzeitliche
Frühmittelalter vermuten. „Sneiten“ wurde dann Ende des
8. Jahrhunderts erstmals genannt, als der Franke
Ratpraht dem Kloster Fulda (vermutlich konfiszierte
alamannische) Eigengüter gab. Zunächst hellensteinischer
Lehensbesitz wurde Schnaitheim (und die ganze Herrschaft
Heidenheim) an die Herren v. Gundelfingen, v. Rechberg
und v. Helfenstein vergeben. 1448 verkauften die
Helfensteiner das Heidenheimer Land (mit Schnaitheim) an
Württemberg, das 1450 nach einer bayerischen
Zwischenherrschaft 1504 wieder an Württemberg fiel. Eine
Burg stand bereits im 12. Jahrhundert, im 15.
Jahrhundert gehörten zum Dorf der Meierhof, 5 Lehen, 3
Huben,19 unbezimmerte Gütlein und 30 Selden, davon eine
als Badhaus und eine andere als Taverne genutzt.
1492/94
ist in Schnaitheim das Ortsgericht und 1608 ein
Schulhaus bekannt, in das auch die Aufhausener Kinder
kamen. Der 30-jährige Krieg dezimierte die Zahl der
Haushaltungen von 175 (1634) auf 43 (1655). Erst 1732
hatte die Häuserzahl wieder 128 erreicht. Der
historische Kern befindet sich um die Straßenverbindung
nach Würzburg, am Rathaus, Brenzle, Mühl- u.
Kapellstraße. Im Verlauf der Industrialisierung, ab dem
19. Jahrhundert, ging der landwirtschaftliche Charakter
verloren und Schnaitheim entwickelte sich zum
Arbeiterdorf. 1910 wurde es mit Aufhausen nach
Heidenheim eingemeindet.
Nach dieser
kurzen Einführung möchte ich Sie einladen, den kleinen
oder großen Ortspfad zu beginnen. Die Karten in der
vorderen Ausklapptafel werden Sie zu den 18 hier
beschriebenen nummerierten Objekten führen. Besonderer
Dank gilt vielen ungenannten fleissigen Helfern, der
Stadtverwaltung Heidenheim und den im hinteren Teil des
Heftes genannten Sponsoren/„DIE“ Schnaitheimer
Fachgeschäfte, die allesamt den Ortspfad erst möglich
gemacht haben.
Ursula Wachter-Kreder,
Vorsitzende der Orts- und Heimatfreunde Schnaitheim,
2006. |